Wimmelbilder

Vor ein paar Tagen haben uns unsere Enkel besucht. Hei, was spielte sich hier für ein Leben ab! Zusammen mit einigen Nachbarskindern sausten sie mit ihren Rollern über den Platz zwischen den Häusern. Die zwei Kleinsten benutzten Bobbycars und demonstrierten ihr unterschiedliches Wesen: Während der eine geradewegs auf das Ziel zuhielt, musste die andere alles im Blick behalten und fuhr dabei gefährliche Schlangenlinien. Die Großen legten es auf Beinahe-Unfälle an und übten Slalomfahren. Natürlich alles mit Tempo und viel Gejohle … Jeder, wie es ihm entsprach.

photo_2016-08-12_09-31-46Ich glaube, Gott liebt Wimmelbilder. Schon während der Schöpfung dieser Welt sagte er über die Fische und Vögel: „Es wimmle eine Vielfalt von Arten!“ Einerlei, Gleichmacherei und Gleichschritt sind eine Erfindung der Menschen. Wir legen gerne fest, welche „Kragenweite“ gerade in ist und ob heute Mini oder Maxi getragen wird. Meinungsfreiheit wird seltsamerweise durch die Parole „Toleranz“ schnell zum Diktat:

twinlili@pixelio.de
twinlili@pixelio.de

Wehe, ich denke anders als das Gros der Gesellschaft! Und vom Diktat ist es nur ein kleiner Schritt zur Diktatur: Plötzlich bestimmen Minderheiten unsere Moral und lassen keine weitere Meinung zu.

Vielfalt? Wir Erdenbewohner haben zwar die Evolution als Erklärungsmodell für Gottes Schöpfung erfunden: Aus wenigem soll sich viel entwickelt haben. Tatsächlich hat aber der Mensch durch sein Verhalten von Anfang an dafür gesorgt, dass es eine rückwärts gerichtete Evolution gibt: Aus einer ehemals unendlich facettenreichen Natur sterben immer mehr Arten aus.

Gott ist anders als wir Menschen. Sogar seine ethische Ordnung lässt großen Spielraum für unsere Lebensgestaltung. Gerade mal in zwei Geboten fasst er seinen Willen zusammen:
1) Liebe Gott von ganzem Herzen, ganzer Seele, ganzem Verstand und ganzer Kraft.
2) Liebe deinen Mitmenschen so, wie du dich selbst liebst.

Wir sollen den Gott lieben, der selber uns Menschen unermesslich liebt! Weshalb sonst ist er einer von uns geworden, hat mit uns Menschen gelebt und uns gezeigt, wie barmherzig er ist? Er litt für uns, um unsere Schuld zu sühnen! Er starb, nicht weil wir Gerechte waren, sondern weil wir seine Feinde waren. Und manch einer ist das auch heute noch. Doch Gott lässt sich von seiner Liebe zu uns nicht abbringen.

Gott möchte liebevolle Beziehungen – zu uns und zwischen den Menschen.

1468756523131[1]Machen wir einfach einmal die Probe: Würde das Leben auf der Welt gelingen, wenn alle Erdenbürger diese beiden Gebote der Liebe befolgten? Wir hätten das Paradies! Wir lebten in beständiger Sicherheit. Jeder könnte seine Gedanken äußern und nach seinem Geschmack leben, weil wir den Mitmenschen nicht mehr verletzen wollten. Wir erlebten eine außerordentliche Vielfalt und würden sie in unseren Gemeinschaften genießen. Unser Zusammenleben würde uns unendlich bereichern. Und selbst die Natur um uns herum würde davon profitieren.

Was hindert uns, hier schon ein Stück Himmel auf Erden zu verwirklichen – um dann einmal ganz da zu anzukommen, wo Gott – die Liebe schlechthin – ausnahmslos regiert?! Nur zwei Gebote führen dahin. Es sind zwei Fragen, die uns leiten: Ist mein Verhalten ein Ausdruck meiner Liebe zu diesem Gott? Und: Demonstriert mein Handeln und mein Reden meine Liebe zu meinen Mitmenschen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.