Frohes Fest!

gänseblümchen @ pixelio.de
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Frohe Weihnachten – nach solch einem Jahr der Gewalt in Brüssel, Nizza, Würzburg, Ansbach und nun in Berlin? Frohe Weihnachten für die Menschen in Aleppo und für die Flüchtlinge auf dem Mittelmeer? Frohe Weihnachten für alle, die postfaktische Nachrichten verbreiten und die Helfenden verächtlich machen? Frohe Weihnachten für uns, die wir so fix auf andere zeigen und immer wissen, wer recht hat? Frohe Weihnachten für mich, die ich rechthaberisch schnell aus der Haut fahre?

Warum nur lässt Gott das Leid zu? „Wenn Gott ein Gott der Liebe ist, müsste er dann das Elend nicht verhindern?!“ So wird jedes Mal gefragt, sobald Schreckliches passiert. Aber meistens sind es doch menschengemachte Katastrophen.

Warum fällt Gott nicht den Terroristen in die Arme und stoppt sie? Warum lässt er uns gewähren, wann immer wir auf Facebook unsere Mitmenschen durch unsere Postings demütigen?

Tatsächlich ist Gott uns Menschen einmal richtig in die Arme gefallen

und hat das Böse aufgehalten. Damals, als er die große Flut schickte und fast die ganze Menschheit vernichtete. Die Sintflut machte deutlich, dass es keiner überleben würde, wenn Gott uns erneut in die Arme fiele. Denn alle werden schuldig an anderen. Ich genauso wie jeder einzelne meiner Zeitgenossen.

Nach der Sintflut ging alles wieder von vorne los, denn wir Menschen sind unverbesserlich. Und so sieht unsere Welt heute aus: Terror, Verleumdung, Machtmissbrauch … Im Kleinen wie im Großen.

Was soll Gott tun, um uns zu stoppen?

Er hält uns nicht gewaltsam auf, sondern achtet unsere Freiheit. Aber er hat einen neuen Zugang zu uns Menschen gefunden: Er wurde selbst Mensch.

Mariliese @ pixelio.de
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Er lebte als Mensch unter unseren Bedingungen. Er durchlitt Terror, Verleumdung, Machtmissbrauch und manches andere. Dabei hielt er sich in allem an Gott und schlug nicht entnervt zurück. Auch machte er die anderen nicht auf den damaligen sozialen „Netzwerken“ fertig, indem er seine Popularität ausnutzte und gegen sie hetzte. Er manipulierte nicht wie seine Gegner, stattdessen setzte er auf Wahrheit und Liebe.

Das Wichtigste: Er entmachtete die Gewalt und die Lüge, er entthronte die Sünde, indem er selbst jede unserer Sünden mit sich in den Tod nahm. Durch seine Auferstehung hat er dann alles Böse endgültig besiegt.

Nun ist es an uns, seinen Weg mitzugehen. Unser „Ich“ aufzugeben und stattdessen an der Hand Jesu den Weg der Liebe und der Wahrheit zu gehen. Denn das Gegenteil der Liebe ist Egoismus. Aller Hass, Rechthaberei und Terror sind nur Symptome der Ichbezogenheit. Dagegen schaut Liebe stets auf den anderen und auf sein Wohl, jedoch nicht auf sich selbst.

Dieser Weg beginnt zu Weihnachten. Er ist die einzige Chance für meine kleine Welt und für die Welt der großen politischen Ebene. Wer macht mit und feiert wirklich das Weihnachtsfest?

„Nicht Eigennutz oder Eitelkeit soll euer Handeln bestimmen. Sondern nehmt euch zurück und achtet den anderen höher als euch selbst. Seid nicht auf euren eigenen Vorteil aus, sondern auf den der anderen – und zwar jeder und jede von euch! Denkt im Umgang miteinander immer daran, welchen Maßstab Christus Jesus gesetzt hat:

Burkard Vogt @ pixelio.de
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Von göttlicher Gestalt war er.  Aber er hielt nicht daran fest, Gott gleich zu sein – so wie ein Dieb an seiner Beute. Sondern er legte die göttliche Gestalt ab und nahm die eines Knechtes an. Er wurde in allem den Menschen gleich. In jeder Hinsicht war er wie ein Mensch. Er erniedrigte sich selbst und war gehorsam bis in den Tod – ja, bis in den Tod am Kreuz.

Deshalb hat Gott ihn hoch erhöht: Er hat ihm den Namen verliehen, der allen Namen überlegen ist. Denn vor dem Namen von Jesus soll sich jedes Knie beugen – im Himmel, auf der Erde und unter der Erde. Und jede Zunge soll bekennen: »Jesus Christus ist der Herr!«“

(Philipper 2,3-11)

Frohes Fest!

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